Mit  Los extranos tienen los mejores caramelos  veröffentlichten die 1989 von Frontmann Carlos Caballero in Madrid gegründete Band La Broma Negra dieses Jahr eines ihrer stärksten Alben.

Das neunte Studioalbum beinhaltet 13 überaus abwechslungs- reiche Songs. Eröffnet wird es mit  Odio el cantante pero amo la canción. Dem kann ich mich nicht anschließen. Ich liebe nicht nur die Songs, sondern mag auch den Sänger. Die Stimme von Carlos harmoniert durch das ganze Album hindurch in perfekter Symbiose mit der Musik. Bei einigen Songs unterstützt Laura Pérez den Gesang und verleiht mit ihrer Stimme den Liedern noch mehr Vielfalt.

 

Die Vorab-Single  Demonios en el jardin  ließ nur erahnen was wir vom Album erwarten konnten. Dieser Song von epischem Ausmaß wurde in einem beeindruckenden Videoclip in Bilder umgesetzt und zeigt nur eine Facette des Albums. Gothik angehauchte Songs (Sirenas) treffen auf poetisches Musikstücke (Rey cuervo) und kraftvolle Popsongs (Séptimo hijo varón). Tanzbare Elektro-Pop-Songs wie  Minera de gigantes  oder  Rimas y leyendas  stehen düsteren Songs wie  Quien te ha dado vela en este entierro?  oder Banderas de nuestros padres  gegenüber.

 

Gekonnt verstehen es La Broma Negra zudem die elektronische Musik mit traditionellen Instrumenten und Stilelementen zu vereinen. So etwa bei  Teme al hombre de un solo libro   das von klassischem Trompetenspiel begleitet wird. Trommeln und traditionelles spanisches Gitarrenspiel eröffnen und begleiten  Conquistadores. Ein Song der uns einen kleinen Einblick in die Geschichte der spanischen Eroberer gibt.

 

Mein persönlicher Favorit ist  Yo soy solo el mensajero. Bei diesem Song zeigt sich wie gekonnt es Carlos versteht seine Stimme kraftvoll in Szene zu setzen und so zum Botschafter wird.

 

Zum Abschluss des Albums fühle ich mich, rein musikalisch gesehen, bei  Martín pescador  in die schottischen Highlands versetzt.

 

Los extranos tienen los mejores caramelos ist ein durch und durch gelungenes Album, das auch nach dem hundertsten Mal hören nicht langweilig wird. La Broma Negra gehören ohne Zweifel zu den besten Bands der alternativen Musikszene die Spanien zu bieten hat.

 


Nach mehr als einem Jahr der angekündigten Erscheinung kam Mitología, das neue Album von Rafa Spunky auf dem Markt. Ursprünglich als Fortsetzung zur EP Mitomanía ebenfalls als EP geplant, kristallisierte sich bei der Arbeit daran heraus, dass ein komplettes Album entstehen würde.

 

Musikalisch bewegen wir uns im Sound der späten 70er frühen 80er Jahre. Das Ganze gepaart mit modernen elektronischen Sounds.

 

Das Album hat Rafa größtenteils seinen Idolen aus der Jugendzeit gewidmet. „Sone con Sor Yvonne“ und „Mitologia“. „Adam Ant“ klingt mit seinen Gitarren-Riffs dann gar auch wie ein Stück der New Romaticer ohne dabei in irgendeiner Weise angestaubt zu wirken.

 

‚Das Album spricht auch über meine zwei Obsessionen: Tiere und Beziehungen’, so die Aussage von Rafa in einem Interview.

 

„Total Inferioridad“ und „Voces“ nehmen dabei Beziehungen unter die Lupe. Ebenso der vorab als Single veröffentlichte Songs „Antes de Ti“ bei dem der Einfluss von Kraftwerk auch zu tragen kommt.

 

Seiner zweiten Leidenschaft Tiere ist „Condenación“ gewidmet. Leicht rockig angehaucht wird das animalische unterstrichen. Bei „Mundo Indómito“ wird der Dschungel dann mal eben zum Tonstudio.

 

Mitologia ist ein wohltuendes und durchgängig harmonisches Elektro-Pop-Album, das einfach nur Spass macht zu hören. Die 10 Songs sind perfekt produziert und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.

 

Wer danach Lust bekommt einen absoluten Disco-Kracher zu hören, kauft auch gleich die Single „Total Inferioridad“.  Der Song „Boom boom“ haut nämlich mächtig rein und wäre auf Mitologia fehl am Platz.

 


 

 

Schwarzschild legen mit „Radius“ ein durch und durch perfektes Debütalbum vor. Namensgeber der Band ist Karl Schwarzschild, dessen „Schwarzschild-Radius“-Theorie den Ereignishorizont eines statischen schwarzen Loches beschreibt. Doch über Physik wollen wir uns nicht unterhalten und doch, die Namensgebung ist auch richtungweisend. Das Album behandelt den kompletten Radius des Lebens und taucht ein in die Tiefen des menschlichen Daseins.

 

Kennengelernt haben sich die beiden Bandmitglieder Dino Serci und Peter Daams vor mehr als 26 Jahren und es war Dino, der die Begeisterung für Musik in Peter geweckt hat. Doch die beiden verloren sich aus den Augen. Das Schicksal des Universums hat es aber vorgesehen, dass die beiden gemeinsam Musik machen. Das war Anfang des Jahres 2016. Bereits im März wurden die ersten Titel der Öffentlichkeit vorgestellt und begeisterten sofort. Ende 2016 erschien die erste Single „Bis ans Ende der Zeit“. Das Label Echozone hat sie zwischenzeitlich unter Vertrag genommen und durch eine Crowdfunding Kampagne wurde das Debütalbum mit Erfolg finanziert.

 

 

Das Album umfasst 12 Stücke. Beginnend mit dem Intro „Gravitationswelle“ werden wir direkt auf das kommende eingestimmt. Musikalische Grenzen verschwimmen zu einer neuen Einheit. Sphärische Klänge untermauert von treibenden Rhythmen decken das komplette Spektrum von Synth- und Dark-Pop bis hin zu Industrial und EBM ab.

 

Doch es ist nicht nur die Musik, die mich sofort in Ihren Bann gezogen hat. Auch die Texte haben es in sich. Kein weichgespülter Sing-Sang, sondern durchaus ernste und erschütternde Texte, eben keine leichte Kost die Dino uns in deutscher Sprache präsentiert.

 

Das mit verträumtem Klavierspiel beginnende „Auferstehen“ behandelt gleich ein sehr ernstes Thema: Mobbing. Dinos Sprechgesang und die harten Beats passen perfekt. Der mit Hingabe gesungene Refrain soll selbst Mut machen. Besser kann diese Thematik in Rhythmus und Dynamik nicht verpackt werden.

 

„Bis zum Ende der Zeit“ zeigt beeindruckend wie perfekt es die beiden Jungs verstehen, die verschiedenen Musikstile zu einer neuen Einheit verschmelzen zu lassen

 

Aber kommen wir zum Vampirismus. Dino fasziniert dieses Thema und so verwundert es nicht, dass auf dem Debütalbum Songs zu diesem Thema nicht fehlen dürfen. „Ruf der Nacht“ ist der erste Song des Album, der sich mit dem Thema beschäftigt, verpackt in ein tanzbares, elektronisches Soundgewand.

 

Das Thema Sucht wird in dem vom Tempo her mitreißenden Song „In meinem Blut“ behandelt und der Refrain fordert zum Mitsingen auf. Genauso wie die Sucht einen mitreißt, fesselt dieser Song und Dino gelingt es gar Wut, Verzweiflung und Verachtung authentisch rüber zu bringen. Dieser Tanz-Knaller ist ein Höhepunkt des Albums.

 

Dass Schwarzschild uns harten Tobak servieren und für Gänsehaut sorgen beweist uns der nächste Song. „Der letzte Weg“ handelt vom Freitod. Gesungen ist das Lied aus der Sicht des Betroffenen. Dinos Stimme wird von düsterer, langsamer Musik getragen und wird so authentisch von ihm rüber gebracht! Die Sehnsucht nach dem Freitod geht unter die Haut.

 

„Das Erwachen(Ruf der Nacht Part 2)“ ist der zweite Song, der sich mit dem Thema Vampirismus beschäftigt. Besser kann Synth-Pop nicht klingen und dürfte in den Clubs für Stimmung sorgen.

 

Stampfender Drumbeat läutet den nächsten Song ein. Den inneren Feind zu bekämpfen erzählt „Mein Feind“. Dinos klarer Wechselgesang untermalt diesen Kampf und auch dieser EBM angehauchte Song dürfte auf den Tanzflächen bestens ankommen.

 

Dass Schwarzschild aber auch ganz anders können und einmal mehr beweisen welch großartige Grenzgänger sie sind zeigt „Heute“. Eine gefühlvolle Ballade. Träumerisch und in der Musik spartanisch eingespielt wird das Augenmerk auf die unglaublich kraftvolle Stimme von Dino gelenkt. Er träumt davon die Einsamkeit zu überwinden und jemanden an seiner Seite zu haben. Effektvoll werden hier die Instrumente eingesetzt. Wer sich vollkommen auf den Song einlässt erlebt hier Gänsehautfeeling pur.

 

Den nächsten Tanzflächenknaller liefern uns Schwarzschild mit „Wir sind nicht allein“. Dieser Song beschäftigt sich zudem mit einem der Kernthemen der Beiden. Science-Fiction und der Frage ‚sind wir wirklich alleine im All?’. Sphärische Klänge untermalen den Text und man düst damit durch das Weltall.

 

Im folgenden Song dürfte sich fast jeder wieder finden. „Zuviel Leben“ ist aktuell und handelt von der Überforderung im Alltag. Sei es im Beruf oder im Privatleben. Stets unterliegt man dem gesellschaftlichen Zwang perfekt und immer Herr der Lage zu sein. Schwäche darf nicht gezeigt werden.

 

Als Bonus gibt es „Bis zum Ende der Zeit“ im Remix von Reaktor und besser kann das Album nicht enden. Mit sphärischen Klängen des Remixes trägt uns der Song noch einmal in die Weiten des Alls und lässt uns träumen.

 

 

Mit „Radius“ ist Schwarzschild direkt der große Wurf gelungen. Komplexe Soundgeflechte und Texte, die sich oft mit Tabuthemen beschäftigen und nicht immer einfach zu verdauen sind. Auch nach dem x-ten Mal Hören sind immer noch neue Details in den perfekt abgemischten und vielschichtigen Songs zu finden. Das Album dürfte eines der Musikhighlights des Jahres sein. Es ist eine absolute Kaufempfehlung und mit Sicherheit werden wir noch viel von Schwarzschild hören.

 

 

 


X-O-Planet ist ein Anfang 2016 entstandenes Projekt von Goderic Northstar und Manja Kaletka.

 

Manja ist keine unbekannte Sängerin. Ist sie seit 2008 doch Sängerin bei dem 1995 ins Leben gerufene Musikprojekt X-Perience. Auch hat sie unter anderem schon bei Illuminate mitgewirkt.

 

Goderic ist seit Kindesbeinen an Vollblutmusiker, der zunächst das Spielen an der Kirchenorgel erlernte. Später kamen Gitarre und Bass hinzu. Inspiriert durch die Elektropioniere Kraftwerk und Jean-Michel Jarre sowie den Haudegen des EBM Front 242 wurde sein Interesse für elektronische Sounds geweckt.

 

Im Dezember 2016 veröffentlichten X-O-Planet ihr Debütalbum „Passengers“, das vom Plattenlabel Danse Macabre neu aufgelegt worden ist.

 

X-O-Planet gehören zu jenen Gruppen, deren Songs nicht in einem klassischen Studio entstehen. Die Arbeitsteilung der beiden Mitglieder ist eindeutig. Während Goderic die Musik schreibt und programmiert liefert Manja die Lyriks. Dabei inspirieren sich die beiden gegenseitig.

 

Das Erstlingswerk beinhaltet 11 Songs. Die Musik, eine Mischung aus rein elektronischen, sphärischen Klängen gepaart mit harten Beats, lässt sich dabei in den Bereich des Dark Elektro, Futurepop einordnen.

 

Eröffnet wird das Album mit dem Instrumentalstück „Prelude“. Die Musik geht nahtlos in den zweiten Song „Can’t Sustain“ über. Danach folgt die erste veröffentlichte Single „Exoplanet“. Wie sehr der weiche und glasklare Gesang von Manja mit der Musik harmoniert zeigt beeindruckend unter anderem der nach „Seek And Hide“ folgende Titelsong „Passengers“.

 

Nach dem instrumentalen „Interlude“ folgt der nächste Song, der auch gleichzeitig das einzige kleine Manko aufweist. Der Gesang von Goderic geht in der Musik etwas unter. Das ist schade, denn gerade bei dem konträr gesungen Song „Remember“ wünscht man sich eine kräftigere männliche Stimme. Besser gelungen ist das bei „Vice Versa“. Duette in diesem Stil liebe ich. Es bleibt zu wünschen, dass X-O-Planet bei ihren kommenden Produktionen mehr Songs in diesem Stil umsetzen.

 

Nach dem verträumten „Outer Space“ bei dem Manjas glasklare Stimme nochmals zu vollem Einsatz kommt, endet das Album mit einem „Postlude“.

 

Inspiriert wurden die beiden von Science Fiction, der Unendlichkeit des Universums und zwischen „menschlichen“ Episoden.

 

Schnell haben sich X-O-Planet einen Namen gemacht. Songs wie Exoplanet haben das Zeugs die Tanzflächen der Clubs unserer Nation zu füllen.

 

Passengers ist ein durch und durch gelungenes Debüt-Album das Laune macht und zum Träumen, Nachdenken und Tanzen anregt. Goderic und Manja sind den richtigen Weg gegangen und werden ihn weiter gehen.  

 


 

Willkommen zum neuen Staubkind Album „An jedem einzelnen Tag“. Es ist nunmehr der 5. Longplayer der Band. Mastermind Louis Manke packte einmal mehr wieder große Gefühle in rockig angehauchte Songs. Verstärkung bei der Produktion gab es von Henning Verlage und Ingo Politz.

 

Nach eigenen Aussagen war es ein langer und emotionaler Weg zu diesem Album. Ein Weg der sich jedoch gelohnt hat.

 

Eröffnet wird „An jedem einzelnen Tag“, wie seine Vorgänger auch, mit einem gesprochenen Intro, das uns auf das Album einstimmt und den „Platz zum Träumen“ ebnet.

 

Jeder der nachfolgenden Songs erzählt eine eigene kleine Geschichte, direkt aus dem Leben gegriffen, und sie erreichen den Hörer auch direkt. Mit klaren Texten und großartigen Kompositionen folgen dabei immer wieder neue Gänsehaut-Momente.

 

Es geht um Hoffnung („Lauter leben“), Tränen („Scherben“) und um Träume („Fliegen lernen“). Staubkind nehmen uns mit durch diese Lebensmomente und lassen uns die Welt auch mal wieder „Mit Kinderaugen“ sehen. Es gibt jede Menge menschliche Wärme („An jedem einzelnen Tag“) und Streicheleinheiten für die Seele („Ich halt dich fest“). Ganz ohne Schlagzeug kommt „Zwei Schritte weiter“ aus und damit endet das Album.

 

Damit es jedoch nicht in Rührseligkeit untergeht wurde das Album mit Stücken wie „Das Beste kommt noch“ oder dem locker-rockigen Stück „Immer wenn es anfängt“ aufgepeppt. Dadurch entstand ein Gesamtkunstwerk, das uns mit seinen Texten und der Musik auch mal in den Traummodus versetzt und uns ruhige Augenblicke in der heutigen hektischen Welt beschert. Wieder einmal härtere Töne von Staubkind zu hören, wäre toll. Doch auf diesem Longplayer wären sie fehl am Platz.

 

„An jedem einzelnen Tag“ ist insgesamt trotzdem etwas rockiger ausgefallen und die Songs passen perfekt zu der charakteristischen Reibeisen-Stimme von Louis. Die Musikarrangements sind so vielschichtig und komplex aufgebaut, dass man immer wieder neue Nuancen in den einzelnen Songs entdecken kann.

 

Die Deluxe Doppel-CD bietet darüber hinaus eine Bonus CD mit fünf Songs in gefühlvollen Akustik-Versionen.

 

Mit dem neunen Album erzählt Louis Manke nicht nur zwölf unterhaltsame Geschichten, er schreibt auch die eigene Geschichte für Staubkind weiter. Es ist überaus hörenswert und eine Empfehlung nicht nur Fans. „An jedem einzelnen Tag“ ist eine wohltuende Abwechslung in der deutschen Musiklandschaft.

 


Für ihr neues Album Regénesis haben sich Richard und Javier alias Leblond Verstärkung in die Band geholt. Das sind Yuri Boyadjian am Bass, Felipe Augusto am Schlagzeug, Carolina Maltese an der Gitarre sowie Sängerin Noah Waldorf. Das Ganze sorgt für fetten Sound. Das Album, das zunächst in digitaler Form veröffentlicht wurde und nun auch als CD erhältlich ist, beinhaltet nach eigenen Aussagen von Richard die besten Songs, die er bislang geschrieben hat.

Wohin dieses Mal die musikalische Reise geht deutete bereits die im Frühjahr vorab veröffentlichte Single „Circo“ an. Ein durch und durch perfekter Elektro-Pop-Song den Richard zusammen mit der bezaubernden Noah Waldorf singt. Er zeigt zugleich wie wichtig es Mastermind Richard ist, keine einfallslosen, schnell produzierten Songs abzuliefern.

Textlich gibt uns Richard Einblicke in… und einen Querschnitts seines Lebens. Er singt von seiner Kindheit und Jugend, spricht über verschmähte Liebe und begangene Fehler.

Regénesis ist Rückkehr, gleichzeitig aber auch ein Neubeginn und vereint insgesamt 17 Songs ganz unterschiedlicher Musikrichtungen, die sich zu einer Einheit zusammen fügen. Darunter zwei Bonus Tracks „Apnea“ und „Orgullo Y Moralidad“ sowie eine Neuaufnahme von „Las Naves Espaciales“.  Dieses Lied gehört, wie einige andere auch, zu jenen, die Richard zusammen mit Noah im Duett singt. Dabei wirken beide als würden sie das schon eine Ewigkeit machen. Die Harmonie der Stimmen passt zueinander und zur Musik.

Eröffnet wird das Album mit dem auch als Single veröffentlichten Song „Juguemos A La Soledad“. Ein kraftvoller Pop-Rock-Song mit Akkordeon untermauerter Track. Er ist genau so ausgefeilt wie das ganze folgende Album.

Vereint werden auf Regénesis rockige Songs „Si Todo Se Va A La Mierda“ oder „El Fin Del Universo“ mit Popsongs wie „Otro Día En La Escuela“. Dazu gibt es eine gehörige Portion Indie-Sound „Un Dia De Furia“, „Esquivado El Fuego“ und reine Akustik „La Noche Más Fria“.

Ein besonderes Highlight des Albums ist ohne Zweifel der französisch gesungene Song „Si Tu N’es Plus“. Mit ruhigen Tönen beginnend entwickelt er sich zu einem kraftvollen Rocksong.

Welch’ großen Wert Richard auf die Produktionen legt hört man in den vielen Details der einzelnen Songs, die auch nach dem x-ten Mal Hören nicht langweilig werden.

Bleibt noch die Frage: Haben sich Leblond auf Regénesis mal eben neu erfunden oder sind sie sich treu geblieben? Beides trifft wohl zu. Unterliegen die bisherigen Alben eher der Elektronik, ist diese nun in den Hintergrund gerückt. Es ist aber genau das, was Richard im Augenblick machen möchte. Leblond sprechen mit dem Album sicherlich nicht nur ihre Fans, sondern ein noch viel breiteres Publikum an.

Rechnet man das Remix-Album von Ovejas Negras mit ein ist Regénesis nun mehr das 9. Album, das die sympathischen Spanier seit 2012 veröffentlicht haben. Es ist mit Sicherheit auch eines der besten Alben, das 2016 auf den Markt gekommen ist und sollte die Beachtung finden, die es verdient.

Einzig der finanzielle Aspekt ist dabei eventuell ein Problem. Die Kosten von neuen Produktionen verschlingen bereits eine Menge Geld. Für unabhängige Musiker und Produzenten, wie Richard Maltes, die keine große Plattenfirma hinter sich haben, ist es schwer die notwendige Aufmerksamkeit durch gezielte Marketingaktionen, die viel Geld Kosten, zu erzielen. Auf der anderen Seite unterliegt Richard damit jedoch auch nicht dem Willen von Plattenbossen und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Für mich ist Regénesis ein absolutes Top-Album mit tiefgehenden Songs und ich kann es nur weiter empfehlen. Es sollte in keiner CD-Sammlung fehlen.

 


Seit dem am 05. Oktober 2014 überraschend angekündigten Aus des Projekts Unheilig und dem damals als letztes angekündigten Studio-Album Gipfelstürmer sind nun schon mehr als zwei Jahre vergangen. Der Graf gab unter anderem als Begründung an: Musikalisch ist alles gesagt. Doch das Leben geht immer weiter. Es folgte die „Gipfelstürmer-Tournee“ und nur wenige Monate später Die Open-Air Tournee „Ein letztes Mal“. Während dieser Zeit wurden „Gipfelkreuz“ (traditionell zunächst auf Tour erhältlich), „Gipfelstürmer-Live“, „MTV-Unplugged: Unter Dampf ohne Strom“ veröffentlicht. Nun folgt ein weiteres Studio-Album „Von Mensch zu Mensch“

Es wurde als „Abschlussalbum“ angekündigt und der Graf bedankt sich damit bei seinen Fans und verabschiedet sich von ihnen.  Ja, es ist viel passiert in den letzten beiden Jahren und der Graf wird zweifelsohne zugeben, vieles davon ist erwähnenswert.

„Von Mensch zu Mensch“ ist nach altbekanntem Muster aufgebaut. 16 Songs (inkl. Intro und Outro) beinhaltet das Album.

Nach einem großartigen Intro „Auf ein letztes Mal“ in dem viel Melancholie in Form von Violinenspiel mitschwingt folgt sogleich ein rockiger Song „Egoist“. Der Titel sagt alles über den Inhalt des Songs. Es geht um Egoismus in Reinform.

Nicht nur als Star gesehen zu werden, dürfte einer der großen Wünsche des Grafen sein. Auch als Mensch wahr genommen zu werden davon handeln die folgenden Lieder „Von Mensch zu Mensch“ und „Einer von Millionen“. Beides sind perfekt eingespielte Rockpop-Songs.

Der Wunsch nach Freiheit ist Thema des folgenden Liedes - „Mein Leben ist die Freiheit“.

Mit „Funkenschlag“ folgt danach einer der ‚härteren’ Songs des Albums. Dem gegenüber steht die wunderbare Ballade „Ich würd dich gern besuchen“ mit klassischen Instrumenten und lieblichen Klavierspiel eingespielt.

„Ein wahres Glück“ ist der Beginn einer Reise. Einer Reise zu neuen Träumen und um ‚Altes’ einfach zurück zu lassen. Und am Ziel der Reise? Am Ziel der neuen Träume? Da wirft man einen Blick zurück. Davon erzählt uns „Legenden“. Doch auf dieser Reise ist man oftmals „Heimatlos“. Auf dem Weg zum großen Traum auch mal innezuhalten und einen kurzen Moment abzuwarten davon handelt „Der Sturm“.

Abschiedsstimmung dominiert den Song „Tausend Rosen“. Er erinnert dabei an den Sound von ‚Zelluloid’.

Danach folgt für mich der beste Song des Albums. Hart und treibend - dafür liebe ich Unheilig. „Walfänger „. Die tiefe Stimme vom Grafen untermauert vom dunklen Sound der frühen Jahre ist einfach nur perfekt.

Nicht aufzugeben und immer weiter zu gehen davon handelt „Krieger“.

Mit Regen und Donnerschlag beginnt „Ein letztes Lied“. Ein Blick auf die zu schnell vergangenen Jahre. Der Graf erinnert sich gerne an diese Jahre zurück und lässt uns noch einmal daran teil haben. Er weiß aber auch dass nun ein neues Kapitel des Lebens beginnt.

Mit „Für alle Zeit“  und den Worten ‚Ich bin ein Mensch, so wie du es bist’ und ‚Ich seh so gerne zurück’ endet das vielleicht letzte Kapitel von Unheilig.

Die Lieder sind während der Abschiedstournee entstanden, so die Aussage des Grafen. Das dürfte nicht auf alle Songs zutreffen. Gerade mein Lieblingssong „Walfänger“ aber auch „Der Sturm“ scheinen eher der Epoche von ‚Große Freiheit’ zuzuordnen sein. Wie dem auch sei. Jedenfalls ist „Von Mensch zu Mensch“ ein großartiges Album geworden. Perfekt produzierte Pop-Songs vereinen sich mit traumhaften Balladen und hammermäßigen Rocksongs. Ein geradezu perfektes Abschiedsalbum.

Doch vielleicht sollte sich der Graf an etwas halten, das ich zu sagen pflege. Ich sage niemals nie. Denn das Leben befindet sich in stetigem Wandel.

Sollte die Musik tatsächlich die große Leidenschaft des Grafen sein, dürfte es auch nicht das Letzte gewesen sein, das wir von ihm gehört haben.

Von der letzten Tournee wurde kein kompletter Konzertmitschnitt veröffentlicht. Dafür bietet die Limited Edition „Von Mensch zu Mensch“ eine Bonus DVD mit Mitschnitten einzelner Song von verschiedenen Konzerten. Das Album ist eine Musikempfehlung das zeigt wofür Unheilig gestanden haben und stehen.


Sind es wirklich schon 30 Jahre? Ja, so ist es. Seit 3 Dekaden nun sind Deine Lakaien schon auf den Bühnen unterwegs. Dabei sind sich Alexander Veljanov und Ernst Horn immer treu geblieben. Ihr Musikstil ist nach all der Zeit immer noch so einzigartig. Gerne werden sie dem Dark Wave zugeordnet. Doch in eine einzige Schublade lassen sie sich nicht stecken. Elektro, Gothic, Dark Wave und viel Avantgarde ergeben ein Soundgewand mit riesigem Wiedererkennungswert. Dazu ist Alexander wohl einer der besten Sänger unserer Zeit. Seine Stimme ist so einzigartig in der Musiklandschaft.

Nun veröffentlichten sie mit „The 30 Years Retrospective“ ein Dankeschön an ihre Fans. Das Werk ist dabei in zwei verschiedenen Versionen erhältlich.

Als klassische Doppel-CD enthält sie auf CD 1 die Singles und größten Hits der Bandgeschichte von „Colour-ize“ aus dem Jahre 1986 bis zu „Where The Wind Don’t Blow“ vom letzten Studio-Album aus dem Jahr 2014. Dabei klingen die Songs noch genau so frisch und zeitlos wie zu Zeiten ihrer Veröffentlichung. „Dark Star“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 1991 sorgte bei mir, dass ich zum endgültigen Fan wurde. Der Song ist auch heute noch der Burner. Songs wie „Lonely“ (1991), „Return“ (1999), „One Night“ (2010) lassen mich noch immer träumen. Ich mag es kaum glauben dass „Love Me To The End“ bereits 1987 erschien. Er gehört immer noch zu meinen Lieblingen. Noch immer bekommt man Lust zu „Where You Are“ und „Over And Done“ (beide 2002) zu tanzen.

CD 2 beinhaltet die weniger bekannten Songs, die bei den Fans aber als heimliche Hits beliebt sind. Unter ihnen mein Favorit „Madiel“. Der Song wurde erstmals 1993 auf der Maxi-CD zu „Mindmachine“ veröffentlicht und gleicht bis heute einem mittleren Erdbeben. „Follow Me“ (1993) und „Fighting The Green“ (1996) sind immer noch Parade-Beispiele für den grandiosen Avantgarde-Sound der Lakaien. „The Game“ (1999) mit klassischem Klavierspiel ist heute noch mein absoluter Top-Favorit. Fehlen dürfen bei diesen Hits natürlich nicht „Generators“ und „Wunderbar“ (beide 2002). Sowie der auf Französisch gesungene Song „Vivre“ (2005). Ergänzt wird dieser Silberling durch neue Versionen von „Colour-ize“, „Kasmodiah“ und „Love Me To The End“ (alle 2016 remixt).

Jedoch nicht nur für eingefleischte Lakaien Fans empfiehlt sich die 4-CD-Box.

Beinhaltet CD 3 doch 10! bislang unveröffentlichte Songs. „Revolution“ (2002) steht dabei Madiel in Sachen kraftvolle Songs in nichts nach, wenn er auch mehr Avantgarde-Einflüsse besitzt. Eine Überraschung ist der Song „In The Land Of“ (2010). Er hat Ohrwurmcharakter und wäre eine gute Wahl für das 2010 erschienene Album „Indicator“ gewesen. „What’s On Your Mind“ (2014) spannt einen musikalischen Bogen zwischen dem 1993 erschienenen Album „Forest Enter Exit“ und dem im Jahr 2014 erschienenen Album „Crystal Palace“. Avantgarde in Reinform bieten unter anderem „Robots“ (2004) und “The Joint Of God”.

Hinzu kommen die Songs „Night Of Love“ (1991),  „Along Our Road“ (2016),  „On Your  Stage Again“ (2010) in den 2ND Version Remixen. Der einzige Coversong „It’s Alright, Ma“ von Bob Dylon (1999) vervollständigt die 14 Songs von CD 3.

Einen Einblick in die Live-Perfomance von Deine Lakaien gibt uns CD 4. Sie beinhaltet 15 Songs aus den Jahren 1992-2015. Track 1 – 8 sind dabei „klassische“ Live-Songs. Mein Favorit von diesen Songs ist eindeutig „Europe“. Grandios umgesetzt mit typischem Wave-Rhythmus. Vertreten ist auch der einzig auf Deutsch gesungene Song „Lass Mich“.

Nicht jedermanns Geschmack sind die Tracks 9 – 15. Aufgenommen auf verschiedenen  Konzerten der Akustik-Tourneen von 1992, 1995, 2001 und 2010. Bei diesen Songs zeigen sich die Wurzeln von Ernst Horn. Bei Gründung von Deine Lakaien arbeitete er als Kapellmeister am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Da er bereits auch als Arrangeur tätig war, hat er für die Akustik-Konzerte seine Songs selbst für das Orchester umgeschrieben.   Ein Hammersong und Highlight der CD-Box ist „On The Way To Narmada“. Nur vom Klavierspiel begleitet erfüllt Alexander mit seiner Stimme einen ganzen Konzertsaal. 

Zusätzlich zu den CDs gibt es ein Booklet, das die Texte zu allen Songs enthält und dabei zeigt sich, dass es für Ernst Horn nach eigenen Worten nur zwei Themen zu geben scheint: Das ganz depressive alles-umsonst-Thema und auf der anderen Seite das philosophisch, politische Thema. Im Übrigen geht es in den Texten oft um Selbsironie und schwarzen Humor. Die Gewichtung der Texte zwischen Ernst und Alexander halten sich die Waage, wenn sie auch auf den bisher erschienen 10 Studio-Alben oft stark variieren.

Die Box ist keine lieblos zusammen gewürfelte Liedersammlung. Die 59! Songs für „The 30 Years Retrospective“ wurden mit Bedacht ausgewählt und geben dem Hörer einen kompletten Überblick über das bislang künstlerische Schaffen von Alexander Veljanov und Ernst Horn. Das passt und man merkt wie wichtig Deine Lakaien ihre Fans sind und wie sehr sie diese wertschätzen. Jedem der gute Musik liebt kann ich die CD-Box nur empfehlen.

 


Ein weiteres Album das beweist wie angesagt die Musik der Achtziger Jahre ist und damit zeigt - die Achtziger sind jetzt. Es trägt gar diesen Titel „Los 80s Son Ahora“.

Das vor einigen Wochen erschienene Album von leBlond enthält 11 Titel, die einmal mehr beweisen wie allgegenwärtig die 80er sind und gleichzeitig ist es ein auch Streifzug durch das wohl bunteste Musikjahrzehnt.

Neben Neuinterpretationen von Hits aus den achtziger Jahren, wie der Mecano Klasssiker „Aire“, der das Album eröffnet, oder „Devuelveme A Mi Chica“ von Hombre G, enthält das Album auch einige geniale Mashup-Hits mit Songs des Musik-Jahrzehnts.

Richard versteht es nicht nur gekonnt die verschiedenen Genres zu mischen. Nein, ganz selbstverständlich mischt er die Samples mit seinem eigenen Sound zu genialen Songs im Stil von leBlond.

Besonders eindrucksvoll gelungen ist dies bei „No Cotroles/Palomitas/Voy A Mil“ ein Mashup aus Songs von Olé Olé und dem Hit der 80er: Popcorn.

Aber auch bei “Rey del Glam/Personal Jesus”. Hier treffen Alaska y Dinarama (später Fangoria) auf die Synthie-Popper aus England, Depeche Mode.

Bei „Chas!/Enamorado De La Moda Juvenil“ sind dies Alex Y Chistina die mit Radio Futura zu einem Song verschmelzen dürfen.

Von dieser Band sind LeBlond selbst große Verehrer. So kommen Mecano beim Mashup von „Perdido En Mi Habitacion/Titanium“ nochmals zu Zuge.

Ergänzt wird das Album von vier eigenen Songs („Orgullo Y Moralidad“, „La Realidad“, „Demonios“, „Apnea“) die nahtlos an die vorangegangenen Titel anknüpfen und „Los 80s Son Ahora“ abrunden.

 

„Los 80s Son Ahora“ ist somit ein gelungenes Pop-Dance-Album mit elektronischen Einflüssen verschiedener Genres geworden. Es verbreitet gute Laune und lädt zum Tanzen ein. Langweilig wird das Album nie. Auch nach dem x-ten Mal hören gibt es immer noch Details zu entdecken. Eine Musik-Empfehlung von mir und Daumen hoch.

 


Mit „Thron“ präsentiert Joachim Witt uns sein 16. Studioalbum. Er versteht und liebt es, die verschiedenen Stile zu mischen, sich immer wieder neu zu erfinden. Und siehe da. Das neue Album beginnt an der Stelle, an der die Werkreihe Bayreuth endete. Es ist deutlich elektronischer als das Vorgängeralbum – Ich.

 

Eröffnet wird das neue Werk  mit dem Song „Einheit“, der einen mit seinen peitschenden Rhythmen direkt fesselt.

 

Mit „Geh deinen Weg“ fordert er den Hörer dazu auf die Gefühle nicht zu unterdrücken und einfach raus zu lassen. Getragen von einer eingängigen Melodie bleibt der Song im Gedächtnis.

 

„Rain From The Past“ ist ein ‚wehmütiges Wiegenlied’ über den Untergang der Menschheit.

 

Mit Hardrockelementen unterlegt ist der Song „Tag für Tag“. Ein Song darüber, in einer schwierigen Welt zu existieren und trotzdem zu leben.

 

Selbst persönliche Tragödien verarbeitet Joachim gekonnt „So oder so“. Ein Brand hat sein Haus komplett zerstört und trotzdem sieht er positiv in die Zukunft.

 

Mit orientalischen Klängen beginnt der härteste Song des Albums „Alle Nicken“. Dieser Song ist gleichzeitig ein ironischer Fingerzeig auf eben jene genannte Werkreihe Bayreuth.

 

„Winterwald“. Dieser Song möchte erobert werden. Harte Arbeit und ungleicher Lohn sind neben vielen anderen Facetten Gegenstand, manchmal auch rätselhafte Überlegungen aus einer anderen Welt. Hervorragend hier das Gitarrenspiel.
"Wenn Du mich rufst" besticht mit düsterer Grabesstimme, obwohl der Text gerade das Gegenteil auszudrücken versucht. Eine langsame, keyboardlastige Nummer. Textlich bekräftigt Joachim seine Liebe, Freundschaft und Aufrichtigkeit.

 

Danach folgt „Weit ist der Weg“. Ein Song der sich immer mehr steigert und einen typischen Witt-Refrain enthält.

 

"Lebe dein Leben", eine faszinierende Synth-Rock-Tanznummer von fast hymnischem Ausmaß und eine Ode an das Leben

 

Und schließlich der namensgebende Song „Thron“. Mit Sprechgesang gibt er uns als Ansprechpartner verschiedene Ratschläge mit auf den Weg und wehrt sich gegen zerstörerische Ausbeuter der Gegenwart: ein bombastisch-rockiger Abschluss des Albums!

 

Produziert hat Joachim das Album mit Hilfe seiner Fans über die Plattform Pledge Music. Er ist den richtigen Weg gegangen und hat somit wieder ein Album produziert, das abseits des üblichen Mainstream liegt. Es ist ein Album mit typischen Witt Melodien, sphärischem Gothic-Pop, Synth-Pop bis hin zu NDH. Ein rundum gelungenes Album und ein absolute Musikempfehlung.

 


Cosmologue. So heißt die neue EP der Berliner Band Cosma Nova die vor Kurzem erschienen ist. Sie enthält 5 Songs. Darunter erstmalig auch ein Cover-Song. Musik und Text der anderen Songs stammen wieder aus der Feder von Mastermind Sascha Blach.

 

Die Songs im Einzelnen.

 

Eröffnet wird die EP mit „Kosmoskinder“. Ein rockiger Popsong mit eingängiger Melodie. Textlich befasst sich darin Sascha mit der Frage, was war vor dem Ursprung unserer Welt? Die Frage bleibt wohl weiter unbeantwortet. Der Song jedenfalls hat Ohrwurmcharakter.

 

Mit „Sternenhimmel“ folgt der Cover-Song des Hubert Kah Klassikers. Er klingt bei Cosma Nova so aktuell und frisch und zeigt einmal mehr, die Achtziger sind jetzt. Der Song fügt sich im Übrigen hervorragend in das Gesamtkonzept der EP ein.

 

Wie sehr Cosmologue durch die 80er geprägt ist, hören wir bei „Planeten-Trampolin“. Die Gitarren-Riffs verweisen deutlich auf den damaligen wie heutigen beliebten Indie-Sound.

 

Das ist auch beim nachfolgenden Song „Weltraumstadt“ der Fall. Darin träumt sich Maya durch das unendliche Weltall. Getragen von Meteoriten.

 

Ganz anders dagegen klingt die durch und durch elektronische Ballade „Der letzte Moment“. Der Song zeigt einmal mehr wie sehr es Maya versteht mit ihrer Stimme eine Symbiose mit der Musik einzugehen. Einfach die Augen schließen und die Musik genießen.

 

Die EP endet mit den Worten: Bleibt uns nur noch der Moment. Hoffen wir doch, dass noch viele dieser Momente folgen werden.

 

Mit Cosmologue führt die Band das Debüt „Sternenstaub Inc.“ weiter ohne dass dabei die EP wie ein Ableger des Albums wirkt. Cosma Nova verstehen es sehr viele Stilelemente von Indie, Rock, Pop, Alternative zu einem neuen Sound zu vereinen. Die Texte haben wieder Tiefsinn und regen zum Nachdenken an. Sehr zu empfehlen!

 


Neil Tennant und Chris Lowe veröffentlichten mit „Super“ das 13. Studioalbum ihrer nun seit 35 Jahren währenden musikalischen Karriere. Das neue Album der Pet Shop Boys knüpft nahtlos dort an, an dem „Electric“ endete. Das dürfte aber auch das Problem sein. Kontinuität statt konsequenter Neuerfindung dürfte einen Teil der Fan-Gemeinde erfreuen. Anderen jedoch etwas säuerlich aufstoßen. Denn dadurch wirkt das Album beim ersten Hören auch etwas überholt. Wer sich aber auf die Songs einlässt wird feststellen: Nein - ganz so ist es dann doch nicht. Zwar herrschen auf dem Album wabernde Bassklänge und Techno-Beats vor, die den Sound der End-80er und frühen 90er widerspiegeln. Die Single-Auskopplung „The Pop Kids“ ist dann auch eine typische Pet Shop Boys Hymne, die an den Club Sound der frühen 90er Jahren erinnert. Und genau darum geht es auch in dem Song. Das Gefühl jener Zeit lebt wieder auf. Bereits der Opener „Happiness“ weist in diese Richtung.
Doch es sind die Details, die Beachtung finden sollten und die das Album mehr als interessant machen. Der Song „The dictator decides“ bietet gar Dark Elektro Einflüsse. Noch deutlichere Einflüsse gibt es, bei dem meiner Meinung nach, zu kurz geratenem Stück „Pazzo!“ zu hören. EBM Klänge mischen sich hier mit Techno zu einem modernen und zeitgemäßen Sound und stimmt damit gleichzeitig auf den folgenden Song ein. „Inner sanctum“ ist ein hervorragender Elektro Pop Song mit Trance Einflüssen.
Im Gegensatz zum Vorgängeralbum sind die Arragements etwas ‚abgespeckt’ und das tut dem Album gut. Ein durchgängiges Konzept gibt es bei „Super“ nicht.
Im – nennen wir es – zweiten Teil folgen Songs die in Richtung Großraumdisco abzielen. Hier heißen uns Neil und Chris willkommen zu modernem Dance Pop. „Undertow“; Say it to me“; „Burn“; „Into thin air“. Alle vier Songs passen perfekt und sind durchweg tanzbar. Einzig „Sad robot world“ sticht aus dieser Reihe heraus. Die melancholische Ballade zu der, nach eigenen Angaben, Neil bei einem Besuch des Volkswagen Werks in Wolfsburg inspiriert wurde.
Mit „Super“ haben Neil Tennant und Chris Lowe alias Pet Shop Boys ein durch und durch gelungenes Album vorgelegt. Die einzelnen Songs sind perfekt produziert. Allerdings fehlt dem Album ein absolutes Highlight. Das dürfte aber eher daran liegen, dass es auf sehr hohem Niveau liegt. Auch gegenüber dem, das der englische Musikmarkt sonst im Moment bietet.


„Canciones para robots romanticos“ das neue Studioalbum von Fangoria, einer meiner absoluten Lieblingsbands ist bereits seit einigen Tag auf dem Markt. Das Album bietet perfekt produzierte elektronische Pop- und Independentsongs. Alaska und Nacho Canut arbeiteten für das Album erneut mit den Produzenten Guille Milkyway und Jon Klein zusammen. Beide produzierten bereits für das Vorgängeralbum Cuatrocromia einige Songs. Das neue Album ist somit durch die Produktion zweigeteilt.
Produzent des ersten Teils ist Guille Milkyway und liefert durchweg tanzbare Elektro-Pop-Songs ab. Eröffnet wird das Werk mit „Disco-Sally“. Das Lied, ebenso wie „Fiesta en el fierno“ mit klassischem Klavierspiel untermalt, ist Sally Lippman einer New-Yorker Rechtsanwältin gewidmet die nach dem Tod ihres Mannes ein neues Leben in der Disco-Szene gefunden hat und eben als Disco-Sally Berühmtheit erlangte.
„Geometria polisentimental“, die Vorab-Single wies bereits auf ein elektronisches und tanzbares Album hin. Highlight dieses ersten Teils des Albums ist ohne Zweifel „Iluminados“. Perfektes Zusammenspiel zwischen Alaskas Gesang, dem Chor und der Musik bietet „Voluntad de resistir“.
“La marisabidilla el escorpión y la que quita la ilusión“ eröffnet den zweiten, dunkleren Teil des Albums bei dem Jon Klein als Produzent fungierte. Danach folgt mein Album-Highlight „La nostalgia es una droga“. Der Song bietet mit seinen elektronischen Effekten ein brillantes Soundkonstrukt. Die ‚Wahnvorstellungen eines Androiden’ sind in dem Lied „Delirios de un androide cardado“ durch die Instrumentalisierung und Alaskas Gesang perfekt umgesetzt. Es folgt eine weitere Dark-Elektro-Nummer „La procesión va por dentro“ Mit „Largo vida y prosperidad, einem Stück das locker die Tanzflächen der Clubs füllen kann endet das Album.
Textlich befassen sich Alaska und Nacho mit den dunklen Seiten der Liebe, Hass und Lügen; künstlicher Intelligenz, den unweigerlichen Lauf der Zeit und scheuen auch nicht davor zurück politisch Stellung zu beziehen.
Während es für viele Künstler zum Problem wird mit externen Produzenten zusammen zu arbeiten und oftmals ihre eigene Persönlichkeit in den Werken verlieren, verstehen es Alaska und Nacho gerade daraus Stärke zu ziehen und sich stetig weiter zu entwickeln.
Trotz der Zweiteilung und den verschiedenen Themen des neuen Albums von Fangoria stehen die einzelnen Songs in keiner Kontroverse zueinander sondern fügen sich zu einem harmonischen Album zusammen. „Canciones para robots romanticos“ ist kein Mainstream-Album und es bleibt abzuwarten ob ihnen nach Absolutamente und Cuatrocomia ein weiteres Nummer 1 Album gelungen ist. Für mich ist es jedenfalls das erste musikalische Highlight 2016.


Mit neuem Album melden sich The Invincible Spirit lautstark zu Wort. Lange hat sich Mastermind Thomas Lüdke Zeit genommen daran zu arbeiten. Mit dem 17 Songs umfassenden Werk ist ihm ein Glanzstück des Elektro-Waves gelungen und zeigt einmal mehr die Vorreiterstellung von The Invincible Spirit in diesem Genre. Das 1987 erschienene Debut-Album „The Current News“ gilt bis heute als wegweisender Meilenstein.
Bereits der Opener zeitgleich auch Albumtitel „Anyway“ nimmt einen direkt gefangen und mit auf eine musikalische Reise durch den Elektro-Kosmos und zeigt wie sehr die verschiedenen Musikrichtungen miteinander verschmelzen können.
Erstklassigen Elektro-Wave Stücken wie „Afraid Forever“, „Final“ „Soul Control“ oder insbesondere „Have You“, bei dem Erinnerungen an die Zeiten zurück kehren, in denen in den Clubs der „Totengräbertanz“ zelebriert wurde, stehen Songs gegenüber die starke EBM-Einflüsse haben. „Dark Eye“ ist solch ein Song dessen wabernder Bass den Rhythmus vorgibt dem Alles unterliegt.
Minimalistik (DAF lassen grüßen) ist dagegen zunächst bei „Everything I Move“ angesagt.
Jedoch steigert sich der Song und entwickelt eine Dynamik wie fast alle Stücke des Albums.
Auf dem neuen Album ist jedoch auch Platz für Song in bester Elektro-Pop-Manier wie unter anderem „Decide“ oder dem etwas härteren „Frustrated“.
Ein absolutes Hightlight des Albums ist ohne Zweifel „A Nation“. Mit klassischem Klavierspiel baut sich innerhalb des Songs eine sich steigernde Dramaturgie auf und verschmilzt mit der Elektronik zu einer einzigen Symbiose.
Auch nach dem x-Mal hören wird das Album nicht langweilig. Immer wieder lassen sich neue Details in den Songs entdecken wie bei „House Of A Liar“. Thomas versteht es sehr gut komplexe Soundstrukturen zu entwickeln und diese in exzellente Songs zu packen. Wie es sich für ein Album wie dieses gehört kommen auch düstere Klänge nicht zu kurz: „Devil Heart“.
Letzten Endes katapultiert Thomas Lüdkte mit „Anyway“ den Elektro-Wave mühelos ins Jahr 2015 und liefert noch ein Albumhighlight des Jahres ab.


Mit „Interstellaires“ veröffentlichte Frankreichs Superstar Mylene Farmer nun ihr zehntes Studioalbum und verzichtete dabei ein weiteres Mal auf den Produzenten Laurent Boutannat. Das nahmen ihr viele Fans schon beim Album „Bleu Noir“ übel.
Der Opener des Albums ist dann auch der Song „Interstellaires“. Dieser beginnt rockig und verspricht ein gutes Album.
Es folgt die Vorab-Single „Stolen Cars“. Den Song hat sie zusammen mit Sting aufgenommen. Dieser hatte den Titel schon vor einigen Jahren ohne großen Erfolg veröffentlicht. Die neue Version ist solide und auch für den internationalen Radiobereich durchaus geeignet. Ein kluger Schachzug von Mylene, da sie damit über den französischen Raum hinaus mehr Beachtung finden dürfte.
Bei „A Rebours“ zeigt Mylene einmal mehr wie gekonnt sie mit der Musik harmonierend singen kann.
„C’Est Pas Moi“, lässt danach Leichtigkeit und Beschwingtheit aufkommen. Der Song erinnert ein wenig an „L’histoire D’une Fée,c’est..“
„Insondables“ und „Love Song“, zwei Mid-Tempo-Nummern mit balladenhaftem Charakter stehen im Mittelteil des neuen Albums.
Mit „Pas D’Access“ folgt mein persönlicher Lieblingssong. Durch und durch elektronisch eingespielt. Gewöhnungsbedürftig für viele Fans (manche werden ihn nie mögen), da der Sound komplett anders ist und so gar nicht zu einem Mylene-Song passt.
Danach folgt leider der Tiefpunkt des Albums. Der Cover-Song “I Want You To Want Me” von Cheap Trick. Ist es nun Pop, Folk, Country? Die Frage stellt sich einem unweigerlich. Mylene singt derart angestrengt auf Englisch (kann sie nicht, sollte sie auch nicht tun) und die Langsamkeit des Liedes wirkt so leider fast schon einschläfernd.
„Voie Lactée“ weckt dagegen einen wieder auf. Der Song versprüht gute Laune und nimmt einen mit auf die Reise durch die Milchstraße.
Entgegen dem was der Titel vermuten lässt („City Of Love“) singt Mylene ihn in ihrer Muttersprache.
Mit „Un Jour Ou L’autre“ endet das Album. Der Song erinnert mich sehr an die Abschlusshymne des Ultravox Albums „U-VOX“:„All In One Day“. Ganz so eindrucksvoll klingt „Un Jour….“ nicht – ist aber nahe dran Allerdings ist die Instrumentalisierung nicht so kraftvoll und Mylene hat Probleme die hohen Töne sicher zu treffen.
Mein Fazit zum Schluss: Wie immer legt Mylene Farmer großen Wert auf Perfektionismus und „Interstellaires“ ist ein durch und durch perfekt produziertes Popalbum das viel Abwechslung bietet. Allerdings bleibt der absolute Wow-Effekt aus. Auch ist das Album weitvon einem Werk wie „Innamoramento“ oder „Avant gue l’ombre“ entfernt.


Zum 10jährigen Bandjubiläum veröffentlichten The BossHoss ein Doppelalbum das passender für diese Ereignis nicht sein könnte. Sascha „Hoss“ und Alec „Boss“ haben es zusammen mit ihren Jungs in der Country-Hochburg Nashville produziert.
CD 1 beinhaltet 11 Eigenkompositionen die sich mit einer Mischung aus Country, Southern Rock und Blues zu einem modernen Pop-Kontext vereinen. Mit den Jahren ihres künstlerischen Schaffens haben sich The BossHoss kontinuierlich musikalisch immer weiter entwickelt und sind sich dabei jedoch immer selbst treu geblieben. In ihren Texten dreht sich dieses Mal alles um Bruderliebe, Cowboys, Wüste und natürlich um Frauen. Politische Texte sind nach wie vor Fehlanzeige. Das ist nicht unser Ding, so die Aussage von Alec hierzu.
Mit dem Dark-Country Song „Wait For Me“ beginnt das Album. Es schlägt dann aber eine komplett andere Richtung ein.
Die Vorab-Single „Dos Bros“ zeigte ja schon neue musikalische Facetten auf.
Mit dem Party-Song „Joyridin’“ geht es weiter.
„Today, Tomorrow, Too Long, Too Late“ ist Country-Pop in Reinformat.
Als Oldschool-meets-Newschool R’n’B darf “I Like It Like That” getrost bezeichnet werden. Danach galoppieren wir mit “Star Of The Roadcrew” durch die Wüste.
Rockiger wird es bei „She Is A Little B“.
Mit „Tennessee Woman“ folgt ein weiterer Country-Party-Song der zusätzlich mit E-Gitarre aufgemotzt wurde.
Rast machen wir danach in einer Western-Bar bei „I’m Coming Home“ und gönnen uns einen Whiskey.
Noch ein wenig Ruhe und back to the 70ies bei „Lady JD“.
Zum Abschluss des Album folgt dann „A Cowboys Work Is Never Done“ die von The BossHoss eigens erschaffene Working-Class-Hymne.
Das Album hat keine durchgehende Struktur und die verschiedenen Stileinflüsse harmonieren nicht immer miteinander. Das ist aber auch gerade das, dass „Bos Dos“ so interessant macht und einen auch nach mehrmaligem Hören noch neue Details entdecken lässt.
Mit der zweiten CD geht es „back to roots“. Mit den 10 Coversongs bedanken sich The BossHoss bei ihrer Fangemeinde. Als Coverband begonnen haben sie immer noch …oder besser wieder Bock darauf zu covern. Für die Neuinterpretationen bekannter Popsongs haben sie für einige Songs Special Guest mit an Bord geholt.
Neben den ehemaligen Kollegen von „The Voice of Germany“: „Rea Garvey“, „Nena“ und „Xavier Naidoo“ sind das „The Common Linnets“, „The Graveltones“ sowie herself „Aura Dione“. Deren Song „Geronimo“ wurde gleich mal gemeinsam neu interpretiert und ist eines der Highlights. Besonders hörenswert ist auch 50Cents HipHop-Hymne „Candy Shop”.
Ein weiteres Highlight der Coversongs ist eindeutig “Jolene” zusammen mit „The Common Linnets“.
Marylin Mansons „The Beautiful People” bekommt mit Slidegitarren und Bläsereinsatz ein völlig neues Soundgewand.
David Guettas „What I did for love“ wurde zusammen mit Nena, David Craigs “Walking Away” zusammen mit Rea Garvey gecovert.
Auch nach 10 Jahren klingen die Berliner Urban Cowboys so frisch wie zu Beginn ihrer Karriere. Jeder der die Möglichkeit hat sollte es daher nicht versäumen die Jungs live auf Tour zu erleben.


Einige Tage schon habe ich mich mit dem neuen Werk von Joachim Witt auseinandergesetzt. Das neue Album „Ich“ wurde von ihm komplett selbst produziert. Das war sein Wunsch.
Entstanden ist ein durchweg gitarrenlastiges Album wenn da nicht… dazu aber später mehr.
Ein Krähenschwarm eröffnet das Album und nimmt uns mit „Über das Meer“ und auf die Reise durch ein außergewöhnliches Werk. Joachim gewährt uns Einblicke in seine Gedankenwelt und regt mit seinen Texten oft zum Nachdenken an.
Auch nach Jahren kann eine Trennung manchmal der richtige Weg sein „Was soll ich dir sagen“.
Mit „Warten auf Wunder“ folgt dann für mich ein Album-Highlight und die Frage, ob sich das Warten auf ein Wunder überhaupt lohnt. „Bitte geh mir aus dem Weg“ und „Hände hoch“, sind zwei Songs die fast schon Akustik Charakter aufweisen. Am „Lagerfeuer“ hängen wir einen Augenblick unseren Gedanken nach bevor Joachim bei „Wieviel mal noch“ fragt, wie viel Zeit einem eigentlich noch bleibt. Das Leben leben wie immer es auch kommt „Tod oder Leben“.
Bei „1971 oder das Mädchen aus Amerika“ gewährt er uns einen Blick zurück in die Vergangenheit und gleichzeitig ist eines klar - so klingt NDW 2015. Toller Song der einen sofort mitnimmt.
Mystisch beginnt „Es wirbeln die Äste“. Joachim mit eindringlicher Stimme, dabei fast schon hypnotisch, geht der Song in einen eben Solchen über.
Mit „Alles was ich bin“ sagt Joachim in besonderer Weise seiner Mutter Dank, der er so vieles zu verdanken hat.
Wenn da nicht… ja wenn da nicht die beiden letzten Songs wären, wäre das Album ohne Ecken und Kanten eine einzige gitarrenlastige Symphonie.
Doch es folgt „Olé“ und… perfekter kann ein Elektro-Pop-Song nicht klingen. Für mich das absolute Album-Highlight. Eine Melodie mit Tiefgang, die einen sofort gefangen nimmt und Joachims Stimme passt sich dieser perfekt an.
Den Abschluss des Albums bildet „Nachtflug“. Chill Out ist angesagt. Man fühlt sich direkt in eine Lounge-Bar versetzt.
Bei einem bleibt sich Joachim nach all den vielen Jahren seines Schaffens immer noch treu - Kompromisse gibt es bei ihm nicht. Er weigert sich alt zu werden und erfindet sich immer wieder neu.
„Ich“ - ein sehr persönliches und außergewöhnliches Album, das aus der Masse hervorsticht. Mag sein, dass es kein kommerzieller Erfolg wird, jedoch ist es ein Album das authentisch ist und ich jedem empfehlen kann.
Vielen Dank einmal mehr an Joachim für seine Musik.


Mit Co² liefern Stahlmann ein Album ab, das ihnen endgültig einen festen Platz in der ersten Riege des NDH Olymp sichert. Mit brachialer Gewalt stürzen sie mit „Feindflug“ auf uns herein und eröffnen ein Album, das mit den besten Songs der bisherigen Bandgeschichte aufwartet. Die Band ist weiter gereift und bleibt trotzdem ihrer Linie treu.
Harte Gitarren-Riffs und Mart’s markant tiefe Stimme dominieren über weite Strecken das Album. Das untermauern neben dem Opener auch die Vorab-Single „Plasma“, „Sadist“ und „Friss mich“ welche zudem mit provokanten Texten aufwarten.
Elektronische Einflüsse sind deutlich bei „Wenn Engel tanzen“ zu hören. Ebenso bei „Deutschland tanzt“ (erinnert ein wenig an Tanzmaschine aus dem Quecksilber Album), ein Song der die Tanzflächen der Clubs abermals zum Kochen bringen dürfte. Zumal der Song auch als Club Version auf dem Album vorliegt.
Als Gegengewicht zu den harten Songs gibt es auch ruhigere Töne auf dem Album.
„Die Klinge“ ist eine bombastische Hymne mit wunderbarem Klavierspiel. Noch monumentaler wird es allerdings bei „Spiegelbild“.
„Der letzte Tag „ und „Nimm meine Hand“ sind zwei Songs, die bei der kommenden Tour sicher auch zum Mitsingen animieren.
Textlich dreht sich, wie der Albumtitel schon verrät, alles um chemische Reaktionen und ihre Auswirkungen. Denn so, nach eigenen Worten der Band, funktioniert die Welt und alle zwischenmenschliche Kontakte.
Co² ist wohl das stärkste Album von Stahlmann und für jeden Fan der Neuen Deutschen Härte Pflicht.


Ich bin Fan der Band um Mastermind und Sänger Richard Maltés alias Le Blond seit ich vor nunmehr zwei Jahren das erste Mal „Nada Ni Nadie“ gehört habe.
Auf Utopia vereinen sich die Einflüsse von Synthie, 80’s, 90’s, Dance, Electronic Beat zu einem grandiosen Sound. Auch eine von Maltés’ (wie auch meiner) Lieblingsbands haben ihren Einfluss: Fangoria. Das klingt besonders eindrucksvoll bei „Lets Fly Together“.
16 Songs beinhaltet das Album 7 und ein halber Song davon in englisch gesungen.
Das Album beginnt dann auch mit einem Solchen – „The Rain Over Me“.
Mit dem zweiten Song heißen uns leBlond willkommen zu einem durch und durch abwechslungsreichen Album – „Bienvenidos A Hyperloop“.
Sänger Le Blond schafft es auf dem kompletten Album mit seiner Stimme durchgehend stets eine Symbiose mit der Musik einzugehen, wobei er in seiner Muttersprache noch mehr Ausdruck hat.
Klassische Instrumente werden effektvoll eingesetzt - so etwa bei „Positive Energy“ und „Utopia“ und tragen zu dem besonderen Sound bei.
„Trastornos Bipolares“ hat starke Trance-Einflüsse und lässt einen direkt in höhere Sphären schweben. „Déjà Vu“ dagegen ist mehr von den 80er Jahren beeinflusst.
Absolute Dance-Kracher sind “Mil Cadáveres En La Pista De Baile” und “Look At My Tears”.
Von elektronisch-lastigen-Pop-Nummern wie „Te Equivocaste De Superhombre“ bis zur bombastischen Ballade mit fast hymnischen Ausmaßen „En Conclusión“ ist ein breites Reportoire an Songs enthalten.
„Broken Toy“ ist der „halbenglische Song“. Eingesungen in Englisch und Französisch. Der „softere“ Teil in Französisch, der „härtere“ Teil in Englisch. Passend wie die Sprachen.
Das Album endet mit einem absolutem Hammer-Song „Sale El Sol“.
Doch nicht nur die Sonne geht auf. Auch leBlond sind weiterhin auf dem Weg nach oben.
Utopia ist ein abwechslungsreiches Album und ein musikalisches Highlight. Auch nach dem X-ten Mal hören gibt es immer wieder neue Details zu entdecken. Von mir gibt es dafür eine uneingeschränkte Musikempfehlung. Es wäre wünschenswert wenn leBlond auch international mehr Beachtung finden würden.


VNV Nation – Resonance – Music For Orchestra Vol. 1

Um eines gleich vorweg zu nehmen, alle die ein weiteres VNV Nation im bekannten elektronischen Sound erwarten werden bereits bei den ersten Tönen von Nova eines Besseren belehrt. Die Songs des Albums wurden mit dem Babelsberg Film Orchester instrumental neu eingespielt und in ein klassisches Gewand gepackt. Es muss wohl gefallen und es gefällt.
Damit das Gesamtkonzept stimmig ist wurde zudem bei einigen Songs das Tempo etwas gedrosselt. Über weite Strecken geht Ronan mit seinem Gesang eine traumhafte Symbiose mit der klassischen Musik ein.
Gleich der zweite Song Legion ist eines der Album Highlights. Ronan legt viel mehr Dramatik in seine Stimme als das beim Original der Fall ist und folgt damit der Orchestralisierung des Songs. Nicht minder dramatisch folgt Solitary.
Bei Further liegt das Hauptaugenmerk auf dem Klavierspiel untermalt vom Klang der Violinen.
Mystisch angehaucht beginnt Perpetual entwickelt sich im Laufe des Songs jedoch immer mehr zu einer bombastischen Hymne.
Ein Beweis, dass die Songs von VNV Nation für die klassische Form mehr als geeignet sind beweist ohne Zweifel Illusion.
Es folgt nochmals Nova. Dieses Mal in der Largo-Version. Das einzige Stück, bei dem für mich keine richtige Harmonie aufkommen will. Leider - ist doch Nova einer meiner Lieblingssongs von VNV Nation. Das tut dem Gesamtkonzept jedoch keinen Abbruch.
Dramatisch: Sentinel. Ronan singt vom Umbruch und der Hoffnung auf eine bessere Welt. Die Musik unterstützt ihn dabei.
Mein zweites Album Highlight ist danach Standing. Stimmig von der ersten bis zur letzten Note. Ronan spielt gekonnt mit seiner Stimme und harmoniert perfekt mit dem Orchester.
Herausfordernd ist er danach mit seinem Gesang bei Beloved. Das Orchester folgt seiner Stimme und zeigt somit ein weiteres Mal die perfekte Symbiose auf. Die Instrumente übernehmen die Rolle der Geliebten die Ronan im Lied besingt.
Zum Finale folgt Resolution. Perfekter könnte der Abschluss des Werkes nicht sein.

Resonance ist jetzt schon eines meiner Album-Highlights des Jahres 2015. Da das Album mit Music For Orchestra Vol. 1 unterbetitelt ist dürfen wir auf weitere Werke hoffen. Mein Dank an Ronan Harris, dass er seinen Traum von diesem Album verwirklicht hat und uns auf eine neue musikalische Reise mitnimmt.


Nena – „Oldschool“
Gespannt war ich auf das neue Album von Nena. „Oldschool“ war angekündigt - in Zusammenarbeit mit Samy Deluxe und ich überlegte was uns da wohl erwarten würde.
Die Vorab-Single „Lieder von früher“ - ein netter Popsong mehr aber leider auch nicht versprach zunächst nichts Gutes.
Dann stellte ich mir die Frage - kann die Konstellation Pop-Legende und Hip-Hop Star wirklich funktionieren. Das Album gibt die Antwort - Ja das kann es.
Das beweist eindrucksvoll der ASD Remix des Titelsongs „Oldschool“.
In dem Song singt Nena über Nena.
Genau wie in „Berufsjugendlich“. Dieser Song ist in bester End-70er Punk-Manier eingespielt. Die Texte bei beiden Songs bisweilen herrlich selbstironisch.
Der Sound des Albums ist fast durchgängig sehr elektronik- und bass-lastig.
 „PI (ich rechne mit Allem)“ – ist ein hammermäßiger Song bei dem Nenas Stimme perfekt mit der synthetischen Musik harmoniert. Außerdem einer meiner Favoriten des Albums. Genau wie „Kreis“, der allerdings etwas härter klingt und einen eher kritischen Text hat.
So wie auch „Betonblock“.
„Mach doch was ich will“ erinnert streckenweise gar an Kraftwerk.
Daneben gibt es Gute-Laune-Songs wie „Sonnemond“, „Jeden Tag“ und „Magie“.
Nena wirft in den Liedern auch immer wieder Blicke zurück wie in „Ein Wort“.
Ein wunderbares Duett gesungen mit ihrem Sohn Sakias ist „Peter Pan“.
Dann ist da auch „Bruder“ - ein ganz persönlicher Song über Nenas verstorbenen Sohn Christopher-Daniel. Eher leise beginnend und mit Akustikgitarre perfekt eingespielt steuert der Song auf eine himmlische Pop-Hymne zu.
Eine weitere Pop-Hymne ist „Genau jetzt“ mit fast epischem Gesang und Klang.
Fazit: Das Album ist zwar nicht das Beste in Nenas langer Karriere. Es ist aber ein Album das sich weit oben einreihen kann. Es vereint Deutsch-Pop mit Punk und Electronic-Beat zu einem überaus frischen Sound. Samy Deluxe als Produzent katapultiert Oldschool mitten ins Jetzt – und Nena? Nena bleibt Nena treu. Vertraut und wieder mal ganz neu.


Blutengel – Omen
 2 Jahre nach „Monument“, legen Blutengel ein neues Studio-Album vor, dessen Sound nicht wirklich neu - jedoch vielschichtiger gegenüber dem Vorgänger ist. Chris Pohl versteht seine Musik immer Nuancen weiter zu entwickeln um am Puls der Zeit zu bleiben.
Dazu greift er für das neue Album gerne auch auf Samples der angesagten 80’s zurück.
Die Single-Auskopplung „Sing“ sowie der Song „Save Us“ erinnern stark an die „Sisters of Mercy“ zu „Floodland“Zeiten.
"Dein Gott" einer der Highlights des Albums wird deutlich von "Depeche Mode" Einflüssen und Samples dominiert.
In gewohnt englischen und deutschen Texten verarbeitet Chris persönliche Erlebnisse der letzten beiden Jahre.
Für sein neuestes Werk hat der Berliner auch auf Co-Produzenten verzichtet.
Viele der Songs (wie „The Siren“; „The War Between Us“) haben deutlich mehr Elektro-Pop-Einflüsse, was das Album insgesamt tanzbarer macht. 
Daneben gibt es hymnische Balladen. So auch „Give Me“ bei der die Stimme von Chris’ weiblichem Gegenpart Ulrike Goldmann zur vollen Entfaltung kommt.
Nicht nur musikalisch überzeugt der charismatisch, geheimnisvolle Frontmann sondern auch stimmlich wie bei „Guilty“.
Die Deluxe-Version des Albums bietet neben Remixen von „Fire in the distance“ und „Asche zu Asche“ sechs weitere Songs von denen „Starkeeper“ am meisten vom 80er Sound beeinflusst ist.
Mein Fazit: Ein wirklich gelungenes und solides Album das keine Langeweile aufkommen lässt. Es entfaltet seinen Sog und nimmt einen mit auf eine musikalische Reise zu Dark Gothic, dunklen Clubversions, treibenden, EBM-angehauchten, Tanznummern bis hin zu elegisch hymnischen Balladen. Blutengel sind nicht ohne Grund bereits seit mehr als einer Dekade fester Bestandteil der schwarzen Szene.

Gipfelstürmer - Das wohl letzte Studio-Album - von Unheilig als Konzeptalbum angekündigt. Lange darauf gewartet war die Erwartungshaltung groß. Das Intro und das Outro je ein gelungener „Donnerschlag“ - wie nicht anders zu erwarten. Darauf versteht sich der Graf schon immer.
Die übrigen 14 Songs eine gelungene Mischung zwischen „harten“ Songs und „gefühlvollen“ Balladen.
Beginnen wir mit den Balladen des Albums. „Zwischen Licht und Schatten“ eine ruhige Ballade, die aber ebenso wie die kraftvollen Balladen „Alles hat seine Zeit“ und „Mein Berg“ von Klaviermusik getragen wird. „Dem Himmel so nah“ eine gefühlvolle Ballade an die Liebe und Freundschaft.
Im krassen Gegenzug dagegen stehen die „harten“ Songs des Albums. Der Opener „Drei, Zwei, Eins, Los“, „Wir sind die Gipfelstürmer“, „Hand in Hand“, sind überaus E-Gitarrenlastig fast in Rammstein-Manier. Ebenso der bereits auf der letzten Tour vorgestellte Song „Goldrausch“. Meiner Meinung nach der „härteste“ Song des Albums und mein persönlicher Favorit.
Dazwischen gibt es sehr gute Elektro-Pop Nummern zu hören. Der beste Song davon für mich „Wie in guten alten Zeiten“. Knapp gefolgt von „Echo“ und „Held für einen Tag“.
Ergänzt wird das Album von den Songs „Glück auf das Leben“ (dem wohl gefühlvollsten Song), „Die Weisheiten des Lebens“ (Sprichwörter musikalisch in einen Song gefasst – genial) und die Vorab-Single „Zeit zu gehen“ (sehr kommerziell und für mich leider der „schwächste“ Song des Albums).
Damit komme ich aber noch kurz zur Bonus-CD der Deluxe Edition. Bestehend aus 10 Songs in Demo-Versionen. Hier gibt es eine etwas rockigere Version von „Zeit zu gehen“ hören, die mir viel besser gefällt.
Die Instrumentalisierung der einzelnen Songs ist sehr komplex und kraftvoll. Dadurch wirkt das komplette Album sehr stimmig. Textlich gibt es Momentaufnahmen und viele Blicke zurück. Liebe, Freundschaft und Sehnsüchte stehen bei einigen anderen Songs im Mittelpunkt.
Fazit: Ein gelungenes Werk. Der Graf geht mit diesem Album einen Schritt zurück und damit einen großen Schritt nach Vorne in die richtige Richtung für die Zukunft (wenn es nicht das letzte Studio-Album wäre). Somit ein würdiges Album eines baldigen musikalischen Abschieds. Für immer?
Der Graf hat in einem Interview gesagt, er habe musikalisch alles gesagt. Das kann nur eine Momentaufnahme sein. Das Leben geht weiter. Sonst wäre ja Stillstand – und einzig allein Stillstand heißt Rückschritt.


„Sternenstaub Inc.“ ist das Debüt-Album der Berliner Band. Die Musik ist eine Mischung aus Indie/Alternative, Deutsch-Pop, Gothic und Rock. Stellenweise fließen sogar ein paar Electronic-Beats mit ein. Das Ganze mischt sich zu einem neuen Sound der dafür sorgt, dass die Band nicht einfach in eine Schublade gesteckt werden kann.
Sascha hat nicht nur die Musik sondern auch die oft tiefgründigen Texte geschrieben.
Gleich der Opener „Schweigemarsch des schönen Lebens“ führt in die Welt von Cosma Nova, sowohl musikalisch als auch textlich.
„Sternensinfonie“ und „Appell an die Fantasie“ erinnern mich an Gothic und Gitarren-Wave der 80er Jahre. Cosma Nova jedoch wirken jedoch in keinster angestaubt sondern erstaunlich frisch.
Bei „Zeig mir den Weg“ und der rockigen Nummer „Elektronauten“ fließen ein paar Elektronic-Beats mit ein.
„Berlins Lichtermeer“ ist eine Hommage an die Heimatstadt der Vier.
Favoriten für mich sind zu einem „Liebes Universum“. Der Song war bereits unter dem Projekt „Maya im Wunderland“ veröffentlicht – wurde für das Album aber neu eingespielt. Eine temporeiche Nummer mit treibendem Rhythmus. Ein Statement an den Sinn des Lebens.
Zu anderem der Song „Die Frage aller Fragen“ eine ruhige Nummer mit Klavierspiel zum Träumen. Maya fragt in dem Song nach dem Sinn des Lebens.
Ebenfalls ein Song mit wunderbarem Klavierspiel „Fernweh“. Der Song beschreibt den Wunsch denjenigen zu finden um gemeinsam weiter zu gehen.
Im Gegensatz dazu kommt der Song „Alles nur ein Spiel“ als Mid-Tempo Rock-Nummer daher.
„Neuland“ fasst die Sehnsucht immer Neues zu entdecken in ein musikalisches Kleid.
Einzig kleiner Kritikpunkt am Ende (und das im wahrsten Sinn des Wortes). Der letzte Song „Auge des Sturms“ endet abrupt.

Mein Fazit: Frisch und abwechslungsreiche Musik mit Texten die Aussage haben – das sind Cosma Nova. Maya und ihre drei Jungs sind eine Bereicherung für die deutsche Musiklandschaft.
Für das Album gebe ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und hoffe dass Cosma Nova bald auch über die Grenzen Berlins hinaus bekannt sind und eine große Fangemeinde gewinnen.


Seit einigen Tagen ist das neue Deine Lakaien Album "Crystal Palace" ja nun schon auf dem Markt. Ich habe es in der Limited Box bestellt zu der ich keine Kommentare abgeben möchte. Hier geht es mir jediglich um das neue Album. Als Fan war ich natürlich auf das Gesamtwerk gespannt. Jedoch scheine ich damit dieselben Probleme zu haben wie seinerzeit mit "Winter Fish Testosterone". Bislang habe ich noch nicht den richtigen Zugang gefunden. Es ist ein sehr gutes produziertes Album. Allerdings stört mich bei manchen Songs die Disharmonie von Alexanders exzellentem Gesang und der Musik. Auch das Gesamtkonzept des Album überzeugt mich nicht ganz. Für mich sind "The Swan Song", "Crystal Palce" und "Where The Winds Don't Blow" die Highlight des Albums. Aber was ist das "Portuguese Trails" erinnert mich zu sehr an "Europe" auf dem "Indicator" Album.
Mein Fazit: Ein sehr gutes Album (vielleicht springt der letzte Funke bei mir auch noch über). Jedoch weit entfernt von den Alben "Dark Star", "April Skies", "Whie Lies".


Das vor kurzem erschienene Album läuft bei mir jeden Tag. Schon die Vorab-Single "Mein Herz" deutete ein neue Facette des Künstlers an. Das Album voller elektonisch-lastigen-Pop-Hymnen mit tiefgründigen Texten hebt sich sehr vom Vorgänger "Gloria" ab, welches erhaben und oppulent daher kam.
Auf "Neumond" dagegen herrschen Bass-Drums und wabern die Synthesizer. So muss Elektro-Pop heute klingen. Das Gesamtkonzept des Albums stimmt. Durchgängig, Hit an Hit gereiht, durchaus tanzbar. Witt klingt jung wie lange nicht mehr obwohl viele autobiographische Züge des inzwischen 65-jährigen mit einflossen. Eines bietet das Album nicht - Kompromisse.
Meine persönliche Favoriten "Die Erde brennt" und "Ohne dich".
Ich kann jedem dieses Album nur ans Herz legen. Solche Juwelen sind in der deutschen Musiklandschaft nicht so oft anzutreffen.

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